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Allergischer SchnupfenAllergischer Schnupfen wird grob in zwei Gruppen eingeteilt: Es gibt den durch Bäume, Gräser oder Kräuter ausgelösten allergischen Schnupfen zur Pollenflugzeit (Heuschnupfen) und den allergischen Schnupfen, der durch andere Stoffe verursacht wird und das ganze Jahr über auftreten kann. Neben Pollen können auch viele andere natürlich vorkommende Substanzen Beschwerden hervorrufen, die dem Heuschnupfen ähnlich sind. Diese Beschwerden können während des ganzen Jahres auftreten.
Auslöser- Tierhaare (bes. von Katze, Hund, Pferd und Nagetieren)
- Hausstaub (bzw. die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe)
- Schimmelpilze
- Nahrungsmittel
- Medikamente
BesonderheitenDie Symptome, die durch diese Stoffe ausgelöst werden, sind weitgehend die gleichen wie beim Heuschnupfen:
- Eine Allergie auf Tierhaare ist in der Regel besonders heftig
- Die Hausstaubmilbe lebt in jedem Haushalt, auch bei großer Hygiene und Sauberkeit (Polstermöbel, Betten und Teppiche bevorzugte Aufenthaltsorte)
- Wer besonders morgens nach dem Aufwachen oder auch nach einem Mittagsschlaf unter Symptomen leidet, sollte an die Hausstaubmilbe denken
- Schimmelpilze kommen überall in unserer Umgebung vor - nicht nur in verdorbenen Nahrungsmitteln, sondern in Pflanzenerde oder in feuchten Wänden und Kellern
- Nahrungsmittel können selbst allergischen Schnupfen verursachen oder auch in Verbindung mit Pollen
- Dann spricht man von "Kreuzallergien", z.B.: Wer auf frühblühende Bäume allergisch reagiert, bekommt häufig auch durch Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pfirsiche Beschwerden (Stein- oder Kernobst). Wer gegen Gräserpollen allergisch ist, verträgt oft auch keine Hülsenfrüchte, Karotten oder Sellerie.
- Manchmal werden aber diese Nahrungsmittel außerhalb der jeweiligen Pollensaison gut vertragen
Mögliche Hilfe- Auslöser erkennen
- Erste Maßnahme: Allergenkarenz (auslösende Stoffe soweit wie möglich vermeiden)
- Tierhaarallergiker: keine Haustiere halten
- Nahrungsmittelallergiker: auf entsprechende Lebensmittel verzichten
- Bei Schimmelpilzallergie: Wohnung auf eventuelle Quellen hin untersuchen und ggf. sanieren (z.B. feuchte Stellen in der Wand, keine oder wenig Topfpflanzen)
- Bei Hausstauballergie: ebenfalls Sanierung der Wohnung - keine Teppiche, wenig Polster, Spezialmatratzen. Außerdem: Nur feucht Staub wischen!
- Pollenallergiker haben es während der Hauptblühzeit "ihrer" Pflanzen besonders schwer, da der Allergenkontakt praktisch nicht vermieden werden kann. Es gibt jedoch einige Hilfsmittel, z.B. Filter fürs Auto, die das Leben etwas erleichtern.
- Allergische Reaktionen durch vorbeugende Behandlung vermeiden
- Allgemeine Immunabwehr stärken (Abwehrsteigerung)
- Verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen (ggf. bereits vor Beginn der Heuschnupfensaison damit anfangen - hängt vom Medikament ab)
- Rechtzeitig Ärztin oder Arzt aufsuchen
Komplikationen- Die Zahl der auslösenden Stoffe kann im Laufe der Jahre immer mehr zunehmen. Dann kann sich der lästige Schnupfen, der ein paar Wochen im Jahr anhält, in einen ganzjährigen Dauerschnupfen verwandeln.
- Die ständig gereizte Nasenschleimhaut ist für Infektionen besonders anfällig. Die häufigen Entzündungen können sich schließlich auf die Nasennebenhöhlen oder das Mittelohr ausweiten. Chronische Kopfschmerzen, Hörschäden und eine allgemeine Schwächung der Immunabwehr können die Folge sein.
- Bei Heuschnupfen kann es nach jahrelangem Verlauf in ca. 30% (!) der Fälle zu einem sogenannten "Etagenwechsel" kommen. Das bedeutet, die Allergie weitet sich auf die unteren Atemwege aus und kann dort zu Asthma führen.
Ärztliche Hilfe- Bei Verdacht auf eine Allergie
- Bei starken Beschwerden, z.B. Nesselsucht oder Atembeschwerden
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