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Massagen
Image Von Massagen geht ganz allgemein eine "umstimmende" Wirkung des ganzen Organismus aus. So hat jede Form der Massage eine lokale und eine allgemeine Wirkung, die je nach Art unterschiedlich stark ist.
Zu den allgemeinen Effekten gehört die Verminderung der Säureausscheidung im Urin, eine Schmerzlinderung ganz allgemein, die Herabsetzung des Blutzuckers, eine leichte Blutzuckersenkung und vor allem eine vegetative Umstimmung zur parasympathischen Seite hin.
Die lokale Wirkung beruht auf einer verstärkten Sauerstoffversorgung, einem erhöhten venösen und lymphatischen Rückfluss, einer Aktivierung des Muskelstoffwechsels, einer Lockerung des Muskeltonus und einer Verbesserung der Durchblutung.
Neben der Reflexzonenmassage, die ganz überwiegend in den Reflexzonen des behandelten Körperteils wirksam wird und damit mehr für innere Erkrankungen von Bedeutung ist, sind folgende Massageformen wichtig:
  • Klassische Massage (Muskelmassage)
    Unter einer klassischen Massage versteht man die mechanische Beeinflussung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur. Sie sorgt für eine Verbesserung des Stoffwechsels durch den Abtransport von Schlacken. Die klassische Massage übt Rückwirkungen auf das allgemeine Kraftgefühl, auf Ermüdungszustände, auf Stimmung und Psyche aus. Im orthopädischen Bereich wird sie insbesondere bei Verspannungszuständen, Bandscheibensyndromen und schlaffen Lähmungen angewandt.

  • Bindegewebsmassage
    Hierbei wird durch tangentiale Verschiebungen in unterschiedlichen Gewebsschichttiefen ein Reiz ausgelöst. Diese Massageform hat einen besonderen Einfluss auf das Vegetativum zum Parasympathischen hin. Sie wirkt entspannend und mit ihr lässt sich der Muskeltonus beeinflussen. Ihre spezielle Indikation hat sie bei besonderen Formen des Cervikalsyndroms.

  • Bürstenmassage
    Durch Bürstungen mit einer speziellen Massagebürste werden auf das vegetative Nervensystem wirkende Effekte erzielt, insbesondere durch Histaminfreisetzung. Die Hauptwirkung liegt in der Anregung des Kreislaufs.

  • Unterwassermassage (UWM)
    Die Unterwassermassage ist die ideale Verbindung zwischen Wärme und Massage. Das 35 bis 37 Grad warme Wasser bietet eine maximale Entspannung der Muskulatur. Mit Hilfe einer Umwälzpumpe wird Wasser entzogen und mittels eines Schlauchapparates wird der Wasserdruckstrahl auf den Körper appliziert. Verschiedenartige Vorsatzdrüsen garantieren eine individuelle, auf die Muskulatur eingestellte Massagebehandlung. Sie ist besonders wirksam bei degenerativen Veränderungen des Hüftgelenks, aber auch bei hartnäckigen Bandscheibensyndromen und ausgedehnten Lähmungen. Weitere Indikationen sind Luxationen, Distorsionen, Narbenkontrakturen, Gewebsdefekte, muskulärer Hartspann. Bei Herzerkrankungen ist die Unterwassermassage generell kontraindiziert.
 
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