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Sport und Herzerkrankungen Ein wichtiger Risikofaktor für Herzerkrankungen - mangelnde körperliche Bewegung - lässt sich leicht beheben, spätestens, wenn Sie unsere Fitness Facts gelesen haben. Andere Ursachen für Herzerkrankungen sind: -erhöhter Cholesterinspiegel -Übergewicht -Zuckerkrankheit (Diabetes) -Bluthochdruck -Rauchen -Stress Trainieren Sie regelmäßig und gut strukturiert und lassen Sie Ihr bequemes, sitzendes Leben hinter sich. Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit! Sport verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hilft denjenigen, die erkrankt sind, damit besser fertig zu werden. Das Fortschreiten des Krankheitsprozesses wird verzögert, z.T. sogar aufgehalten. Die Vorteile körperlicher Aktivität Das Herz besteht vorwiegend aus Muskelgewebe, vereinfacht kann man es als den wichtigsten Muskel des menschlichen Körpers bezeichnen. Wie jeder andere Muskel muss auch das Herz trainiert werden, wenn es seine Leistungskraft steigern soll. Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren und Rudern kräftigen unser Pumporgan und machen seine Arbeit effizienter. Gleichzeitig senken sie Blutdruck, Cholesterinspiegel sowie Körpergewicht und bauen Stress ab. Damit wirken sie den wichtigsten Risikofaktoren von Herzerkrankungen entgegen. Der Beginn eines Trainingsprogramms Wurde bei Ihnen eine Herzerkrankung oder ein erhöhtes Risiko für eine Herzerkrankung festgestellt, so sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen, bevor Sie mit dem Sport beginnen. Lassen Sie sich gründlich untersuchen, ein Belastungs-EKG schreiben und klären Sie, ob Ihre Medikamente Einfluss auf die Fähigkeit, Sport zu treiben, haben. Gibt der Arzt Ihnen grünes Licht, so empfiehlt es sich, auch noch einen professionellen Fitnesstrainer zu Rate zu ziehen und gemeinsam mit ihm ein Ihrer Erkrankung und Ihrer Leistungsfähigkeit angemessenes Trainingsprogramm zu entwickeln. Gut qualifizierte Trainer finden Sie in Sportvereinen, Universitäten und Fitnessstudios. Krankenkassen arbeiten häufig mit Sportlehrern zusammen, die Gruppentraining für herzkranke Patienten anbieten. Im Zweifelsfall kann Ihnen Ihr Arzt auch in diesem Punkt weiterhelfen. Regeln für das Training Aus sportmedizinischer Sicht sind für herzkranke Patienten folgende Grundsätze zu be“herz“igen: 1. Treiben Sie Sport unter Anleitung und Aufsicht. Melden Sie körperliche Probleme und Komplikationen sofort Ihrem Arzt. 2. Versuchen Sie, Ihr Leben und Ihre Alltagsaktivitäten so normal wie möglich weiterzuführen. Tätigkeiten, die zu anstrengend oder zu risikoreich sind, sollten variiert oder ersetzt werden. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt. 3. Stellen Sie nach Absprache mit Arzt und Trainer ein Übungsprogramm zusammen, dem Sie auch zuhause nachgehen können. Pflegen Sie einen stressarmen, erholsamen und gesunden Lebensstil. 4. Beugen Sie einem Fortschreiten der Krankheit vor. Halten Sie auch Ihre Familie dazu an, mehr Augenmerk auf eine gesunde Lebensführung zu richten. 5. Wer (noch) nicht erkrankt ist und Sport nur zur Vorbeugung betreibt, sollte sich realistische Ziele setzen. Fangen Sie mit regelmäßigem Ausdauertraining an und ergänzen Sie dieses nach einiger Zeit gegebenenfalls um einige Kraftübungen. Lassen Sie es ruhig angehen und besprechen Sie Ihre Pläne zunächst mit dem Arzt. Motivieren Sie sich und Ihre Familie zu gesunder Lebensführung, ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung. Training für Ausdauer und Kondition Ausdauertraining verbrennt überschüssiges Körperfett, hält gesund und gibt Schwung für den Tag. Steigern Sie Dauer und Intensität des Trainings nur sehr langsam, wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden und belasten Sie sich nach Rücksprache mit dem Arzt nur bis zu einer bestimmten Herzfrequenz. Um im Rahmen einer Herzerkrankung die Belastbarkeit wieder steigern und ein Fortschreiten des Krankheitsprozesses aufhalten zu können, ist Ausdauertraining unerlässlich. 1. Wählen Sie eine Sportart, die Ihre Pulsfrequenz erhöht, Sie aber nicht übermäßig anstrengt. Gehen, Joggen, Schwimmen, Radfahren und Skilanglauf sind gleichermaßen geeignet. 2. Trainieren Sie drei- bis fünfmal in der Woche für 30 bis 45 Minuten bei geringer bis mäßiger Intensität. 3. Beginnen Sie jede Trainingseinheit langsam und vorsichtig. Verstehen Sie die ersten fünf Minuten als Aufwärmphase, die den Körper auf die Belastungen vorbereitet. 4. Wählen Sie das Tempo so, dass Sie noch in der Lage sind, sich bequem zu unterhalten und nicht übermäßig schwitzen. 5. Tempo und Intensität des Trainings sollten jeweils über die letzten fünf Minuten reduziert werden. Dadurch verringert sich die Durchblutung der Muskulatur, der Körper kann zur Ruhe kommen. Lassen Sie dieses „Cool-Down“ auf keinen Fall aus. Training für Muskulatur und Skelettsystem Krafttraining ist ungeeignet für Patienten mit ausgeprägter Herzschwäche, deutlichen Funktionsstörungen der linken Herzkammer, schweren Herzklappenfehlern und höhergradigen Herzrhythmusstörungen. Abgesehen von diesen Ausnahmen existieren kaum gesundheitliche Gründe, von Krafttraining Abstand zu nehmen. Wer an einer Herzerkrankung leidet, sollte die Intensität des Krafttrainings nur sehr langsam steigern und bei seinem Arzt nachfragen, ob Medikation und Krankengeschichte gegen diese Trainingsart sprechen. 1. Nach einem Herzinfarkt sollten Sie mindestens sechs Wochen lang kein Krafttraining machen und vorher eine Rehabilitation durchlaufen. 2. Trainieren Sie die großen Muskelpartien des Körpers (Beine, Brust, Rücken, Schultern). Arbeiten Sie dabei mit leichten Hanteln, Gymnastikstäben oder Expandern, machen Sie Liegestütze und Halteübungen für Arme und Beine. 3. Trainieren Sie zwei- bis dreimal pro Woche, dabei aber nicht an direkt aufeinander folgenden Tagen. 4. Trainieren Sie ruhig und kontrolliert, konzentrieren Sie sich ganz auf den beanspruchten Muskel. 5. Fangen Sie pro Übung mit einem Set von jeweils 12 bis 15 Wiederholungen an. 6. Steigern Sie sich innerhalb von etwa acht Wochen auf zwei Sets. Training für Beweglichkeit und Körperbeherrschung Die entsprechenden Übungen verbessern Beweglichkeit, Körperhaltung und Körperkontrolle und vermitteln Vertrauen bezüglich Gleichgewichtssinn und Gangsicherheit. Das Risiko von Stürzen und Verletzungen kann dadurch reduziert werden. 1. Dehnen Sie sich, wenn die Muskulatur gut aufgewärmt ist, also z.B. nach einer Wanderung oder einer heißen Dusche. 2. Absolvieren Sie am besten täglich, mindestens aber an vier Tagen in der Woche ein Dehnungsprogramm mit Übungen für die großen Muskelpartien (Beine, Brust, Rücken, Schultern). 3. Dehnen Sie sich langsam und kontrolliert, behalten Sie die gedehnte Position für 10 bis 30 Sekunden bei und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Vorsicht! 1. Halten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Sport beginnen. 2. Setzen Sie sich mit einem Fitnesstrainer oder Sportlehrer zusammen, um ein auf Ihre Ziele und Gesundheitsprobleme abgestimmtes Trainingsprogramm zusammenzustellen. 3. Informieren Sie sich, welche Auswirkungen Ihre Medikamente, auf die Fähigkeit, Sport zu treiben, haben. Die meisten Herzmittel beeinflussen Herzfrequenz und Blutdruck. 4. Ein langsamer und vorsichtiger Beginn des Trainingsprogramms ist der Schlüssel zu langfristigen Erfolgen. Übertreiben Sie es nicht! 5. Überschreiten Sie nicht die von Ihrem Arzt empfohlene Herzfrequenz. 6. Vermeiden Sie eine Überhitzung des Körpers. Trinken Sie ausreichend und zwar vor, während und nach dem Training. 7. Beenden Sie das Training sofort und suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn sich eines der folgenden körperlichen Warnsignale einstellt: Brustschmerz oder Druckgefühl auf der Brust, Schmerzen in Hals, Unterkiefer oder linkem Arm, Atemnot, ausgeprägte Erschöpfung, plötzliche Schwäche, Anschwellen der Beine, Verwirrtheit, Ohnmacht, ungewohntes, kräftiges Herzklopfen.
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