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Wenn man älter wird... Wer schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, konnte in den meisten Lebensbereichen über die Jahre und Jahrzehnte hinweg eine Menge neue Entwicklungen und Veränderungen miterleben. Auch die Definition einer „gesunden Lebensführung“ erfuhr manche grundsätzliche Wandlung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Gesundheit, Sport und Ernährung werden in immer kürzeren Abständen gewonnen. Leicht verpasst man es, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und folgt Regeln, die schon wieder als veraltet gelten. Ältere Menschen sollten sich also gründlich informieren, bevor sie mit einem regelmäßigen Sportprogramm beginnen. Training für Herz-Kreislauf-System, Skelettsystem und Muskulatur Wer älter wird, der sollte sich nicht zurückziehen und denken, er sei eben nicht mehr der jüngste und Sport für ihn deshalb kein Thema. Leider ist genau diese Einstellung weit verbreitet: In den USA treiben nur 30% der 45 bis 64-jährigen regelmäßig Sport, in der Altersgruppe über 65 sind es lediglich 32%. Es ist erwiesen, dass der menschliche Körper sich besser regeneriert und zuverlässiger seinen Dienst tut, wenn er regelmäßig trainiert und gesund ernährt wird. Das gilt in besonderem Maße für das Skelettsystem, für die Muskulatur, für das Herz-Kreislauf-System mit seinem kilometerlangen Netz von Arterien, Venen und Kapillaren und für die Atmungsorgane. Sportliche Aktivität sorgt für eine bessere Regenerationsfähigkeit unserer Knochen, was besonders den Gelenken und der Wirbelsäule zugute kommt. Ohne körperliche Betätigung steigt das Risiko von Osteoporose, die Knochen werden dünn, empfindlich und brechen wesentlich leichter. Wer sich nicht bewegt, dessen Muskelmasse nimmt ab, das Muskelgewebe wird z.T. durch Fettgewebe ersetzt. Diesen Zustand einer schwachen, untrainierten Muskulatur bezeichnet man auch als „Atrophie“. Muskeln verbrennen sogar in Ruhe mehr Kalorien als Fett, durch den Austausch der beiden Gewebearten gegeneinander wird also der Kalorienverbrauch gesenkt, was zu weiterer Gewichtszunahme führt. Und jedes überflüssige Pfund stellt eine zusätzliche Belastung für Herz, Lungen und Gelenke dar. Für denjenigen, der seinem Körper keine Anstrengung gönnt, werden mit der Zeit auch die Alltagsaktivitäten immer schwieriger. Bald klappt das Treppensteigen nicht mehr, das aufstehen aus dem geliebten Sessel gerät zur Quälerei und sogar einfaches Gehen und das Halten des Gleichgewichts stellen auf einmal eine große Herausforderung dar. Die geschwächte Muskulatur unterstützt Knochen und Gelenke kaum noch und schützt sie nicht vor Verletzungen. Beim Stolpern kann man die Balance nicht mehr halten, denn die Muskeln sind inzwischen zu kraftlos zum Gegensteuern. Was daraus folgt ist ein deutlich erhöhtes Risiko von Stürzen und Verletzungen. Empfindliche Knochen und geschwächte Muskulatur schränken also unsere Fähigkeit ein, im Alter selbständig zu bleiben, alleine zurecht zu kommen und den verdienten Lebensabend zu genießen, der eigentlich eine produktive und angenehme Zeit sein sollte. Sport verbrennt überschüssiges Körperfett, Sport kräftigt Muskeln und Knochen. Muskulatur ist schwerer als Fettgewebe, sie nimmt lediglich die Hälfte an Platz ein. Es ist also durchaus möglich, dünner zu werden, ohne an Gewicht zu verlieren. Kräftige Muskulatur bietet einen guten Schutz für Gelenke und Wirbelsäule, verbessert die Beweglichkeit und verringert das Risiko von Stürzen und anderen Verletzungen. Sport lässt Ihren Körper außerdem deutlich jünger aussehen.
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