Schwimmen Was es ist Woran denken Sie, wenn Sie „Schwimmen“ hören? An einsames, endloses Bahnenziehen im Schwimmbecken? Bahnenschwimmen ist nur eine Variante von Schwimmsport, der für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen eine ideale Trainingsmöglichkeiten darstellen kann. Vorteile Mithilfe eines durchdachten Schwimmprogramms kann der gesamte Körper umfassend trainiert werden. Bei nur geringem Verletzungsrisiko werden Ausdauer, Muskelkraft und Beweglichkeit ausgesprochen positiv beeinflusst. Der Wasserwiderstand fordert vor allem die Muskulatur des Oberkörpers. Schwimmen ist besonders geeignet für Menschen, die mit anderen Sportarten ihre Schwierigkeiten haben, also z.B. für stark Übergewichtige, für Behinderte oder für schwangere Frauen. Im Wasser lastet auf Gelenken und Bändern weniger Gewicht, was bei der sog. Hydrotherapie, einer besonderen Art von Krankengymnastik, ausgenutzt wird. Die Vielseitigkeit des Schwimmens erhöht die Motivation und wirkt Langeweile entgegen. Nachteile Natürlich benötigt man zum Schwimmen ein Becken oder ein geeignetes Gewässer. Bei schlechtem Wetter muss man auf eine überdachte Schwimmhalle ausweichen, die nicht immer in der Nähe ist und für die man Eintritt bezahlen muss. Mancher fühlt sich beim Schwimmen einsam (besonders beim Bahnenschwimmen) - hier kann Gruppenschwimmen eine Alternative darstellen. Für Ohren und Augen besteht ein gewisses Verletzungsrisiko und manchem Menschen ist es unangenehm, seinen in die Badebekleidung gezwängten Körper der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die dem Beckenwasser zugesetzten Chemikalien können Haut und Haare irritieren und austrocknen, in Seen, Flüssen und dem Meer ist man als Schwimmer der Sonne und möglicher Wasserverschmutzung ausgesetzt. Auch lästige Insekten oder Mikroorganismen können die Badefreuden trüben. Wo kann ich schwimmen? Nutzen Sie es aus, wenn es in Ihrer Nähe ein Schwimmbad oder ein Fitnessstudio mit Schwimmbecken gibt. Als erfahrener Schwimmer können Sie natürlich auch in Seen, Talsperren oder im ruhigen Meer trainieren. Schwimmen Sie dann aber zur Sicherheit nie allein und informieren Sie sich vorher über Eigenheiten und Gefahren des jeweiligen Gewässers. Ausrüstung und Kleidung | | Achten Sie beim Schwimmbecken auf die Wasserqualität und auf die notwendige Tiefe. Schwimmbewegungen und die Wendungen am Beckenrand dürfen nicht behindert werden. Fürs Bahnenschwimmen sind Becken, die kürzer als 20 Meter sind, ungeeignet, weil man zu oft wenden muss. | | | Badehose oder Badeanzug | | | Eine Badekappe ist in den meisten Schwimmbädern kein Muss mehr. Sie verhindert, dass Ihnen beim Schwimmen die Haare ins Gesicht hängen, schützt die Haare vor dem Chlor und bietet bei niedrigen Wassertemperaturen eine gewisse Isolierung gegen Kälte. | | | Eine Schwimmbrille schützt die Augen vor Chlor und Wasserverunreinigungen und sorgt auch unter Wasser für gute Sicht. | | | Ihre Sonnencreme sollte wasserfest sein. | Regeln fürs Training 1. Beginnen Sie das Bahnenschwimmen mit 100 Metern, d.h. mit zwei Bahnen in einem 50-Meter-Becken oder mit vier Bahnen in einem 25-Meter-Becken. Machen Sie am Anfang etwa eine Minute Pause zwischen den Bahnen. Steigern Sie dann allmählich die Anzahl der Bahnen, bis Sie mindestens 20 Minuten ohne Unterbrechung schwimmen können. 2. Laufen und Rennen im Wasser trainiert Ausdauer und Muskelkraft. Weil der Wasserwiderstand höher ist als der Luftwiderstand, muss im Wasser zum Laufen wesentlich mehr Energie aufgewendet werden. Dabei ist das Verletzungsrisiko um 90% geringer ist als beim Joggen. Laufen Sie in hüfttiefem Wasser vorwärts und rückwärts. 3. Eine gute Ausdauersportart ist das Wassertreten, das Wasser sollte Ihnen dabei bis zum Hals reichen. Bewegen Sie Ihre Beine so, als führen Sie Fahrrad. Strecken und beugen Sie gleichzeitig die Arme in den Ellenbogengelenken so, dass Sie sich vor der Brust kreuzen. 4. Eine Reihe von Dehnungs- und Kraftübungen können Sie gut im hüft- oder brusttiefen Wasser durchführen. Für eine Variation der bekannten „sit-ups“ stellen Sie sich mit dem Rücken gegen den Beckenrand und halten sich dort mit ausgestreckten Armen fest. Heben Sie die Knie zur Brust, und strecken Sie die Beine anschließend parallel zum Beckenboden aus. 5. Das Training kann durch einige Hilfsmittel intensiviert werden. Trittbretter bzw. Handpaddel verschärfen die Übungen für Arme und Beine. Schwimmwesten sind beim Laufen und Rennen im Wasser und bei Übungen in tieferen Becken nützlich. 6. Trinken Sie vor und nach dem Training ausreichend. Der Körper verliert beim Schwimmen viel Flüssigkeit, auch wenn man es nicht bemerkt. Stichworte | | Eine Bahn ist die gesamte Länge eines Schwimmbeckens. | | | Es gibt verschiedene Schwimmstile: Kraulen („Freistil“), Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Schmetterling („Butterfly“). |
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